Wie ist das mit dem „Lieblingskind“?

Wenn Geschwister im Laufe der Jahre rivalisieren, dann wird immer wieder der Vorwurf gemacht, dass Mama und Papa eines der Kinder lieber hätten. Ja, meist ist das auch so.

Beinahe alle Geschwister sind eifersüchtig. Da wird akribisch beobachtet, wie lange denn das Brüdercher mit Mama auf der Couch gesessen ist. Und warum darf er das und ich nicht? Dieser Umstand ist aber nicht unbegründet, denn Kinder haben nun mal zwei große Ängste – erstens, dass sie ihre Eltern verlieren könnten und zweitens, dass sie weniger Liebe erfahren müssen. Beide Umstände schüren die Eifersucht unter Geschwistern natürlich enorm.

Handeln Eltern immer gerecht?

Wenn die Eifersucht sich unter den Geschwistern breit macht, versuchen Eltern sehr oft, diesem Umstand entgegenzuwirken – was aber nicht immer gelingt. Auch durch das gerechteste Handeln wird die Eifersucht sich nicht im Keime ersticken lassen, selbst wenn Eltern davon überzeugt sind.

Eltern haben immer ihr „Lieblingskind“ und das nicht wegen böser Absichten, sondern weil sich diese Sympathie oft aus den Umständen ergibt. Wenn der Vater gerne Fußball spielt und der Sohn voller Eifer dahinter ist, wird für diese Augenblicke, der männliche Nachwuchs wohl das „Lieblingskind“ darstellen. Auch charakterlicher Ähnlichkeiten lassen die Sympathie zu einem Kind rasch anwachsen.

Was aber machen, wenn Kinder diesen Umstand ansprechen – denn immerhin wissen wird, Kinder haben für diese Dinge einfach einen sechsten Sinn? Immer auf das Alter entsprechend reagieren. Eltern sollten diese Situationen aber nicht einfach übergehen, sondern mit den Kindern auch offen darüber sprechen, warum in bestimmten Bereichen mehr Sympathien bestehen und in anderen eben nicht. Es hat keinen Sinn dem Kind das Blaue vom Himmel zu lügen, denn sie merken sehr wohl, dass das Brüderchen immer im Mittelpunkt steht, wenn es um Fußball geht. Aber auch darauf hinweisen, dass jeder seine Vorzüge hat.

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