Kinder sollen auch mal streiten dürfen

Eltern sprechen schon mal ein Machtwort, wenn der Nachwuchs sich zankt. Aber – für Kinder ist dieser Streit nicht vom Tisch, er wurde nur erstickt. Deswegen sollten sich auch genervte Eltern nicht in die Meinungsverschiedenheiten ihrer Kinder einmischen.

Oft bekommen sich die Kleinen wegen Dingen in die Haare, die für uns Erwachsene nicht wirklich nachvollziehbar sind. Wenn es dann nicht nur bei den verbalen Aussagen bleibt, sondern auch handgreiflich wird, sind wir immer wieder geneigt, doch in den Zank einzugreifen. Eltern sollten diesem Lauf der Dinge aber freien Lauf lassen und sich nur bedingt einmischen.

Es entwickelt sich eine Persönlichkeit

Der Streit unter Kindern ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil – mit jedem Zank bildet und formt sich die Persönlichkeit des Nachwuchses ein wenig mehr aus. Mit den kleinen Streitigkeiten unter Artgenossen können Kinder lernen, wie sie ihre Konflikte lösen und wie sie ihre Meinung vertreten können. Zudem lernen sie auch, wie sie sich gegen andere durchsetzen können – ein Unterfangen, das im weiteren Leben durchaus von Wichtigkeit sein kann.

Es wird auch gelernt, dass man nicht immer nur gewinnen, sondern eben auch mal verlieren wird, und dass auch manchmal ein Kompromiss geschlossen werden muss, um weiter zu kommen. Jeder Konflikt trägt auch zur Sozialisation bei. Wer als Kind nicht streiten konnte, wird es im Laufe des Lebens mit seinen Mitmenschen recht schwer haben. Sie werden sich weder wirklich einfügen noch anpassen können. Da es beim Streiten immer wichtig ist, dass Lösungen innerhalb der Streithähne gefunden werden, sollten sich Eltern und Erzieher immer ein wenig zurücknehmen.

Ein Konflikt kann das Kind im Leben ein wenig weiterbringen, auch wenn dies nicht immer schön anzusehen oder sogar sehr nervenaufreibend ist. Aber Sie werden sehen, Sie tun Ihrem Kind durchaus etwas Gutes.

 

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